Ratgeber

Fesselspiele Anleitung

Lustvoll für Paare sind Fesselspiele. Dabei reichen die Variationen von romantischen Rollenspielen bis hin zum richtigen Bondage. Der Begriff Bondage steht für die Fesselspiele beim Sex. Dabei geht es sowohl um kunstvolle Fesselungen, bei denen die Optik im Vordergrund steht oder zum Beispiel um die Züchtigung.- Also die Fesselung als Strafe.

Wir von Lustratgeber möchten uns aber vor allem mit dem lustvollen Spiel beschäftigen, in dem es weder um spielerische Schmerzen noch um das optische geht, sondern viel mehr um Lust und Erotik. Und genau in dieser Spannbreite bieten sich Fesselspiele als eine tolle Alternative an, die auch mit den unterschiedlichsten Rollenspiele einfach kombiniert werden können. Zeit solltet Ihr dafür aber immer mitbringen!

Vertrauen das A und O bei Fesselspielen

Umfragen ergeben immer wieder, dass Frauen und Männer das Fesseln zumindest gedanklich als durchaus interessante erotische Fantasie empfinden. Dabei ist der Bondage Begriff eher beiläufig. Bei der Lust um Fesseln und Unterwerfung geht es um das gemeinsame Spiel. Vertrauen spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Besonders für den devoten Teil, der sich fesseln lässt. Das kann die Frau sein, aber ebenso gut der Mann. Auch denkbar ist, dass beide die devote Position bei den Fesselspielen wechseln.

Vor dem Start

Fesselspiele, also das lustvolle Bondage, sollten nicht einfach so stattfinden. Es ist ratsam, zuvor darüber zu sprechen, so dass beide Partner genau wissen, was sich der andere vorstellt oder sich wünscht. Zudem empfehlen wir von Lustratgeber ein Codewort zu vereinbaren.

  • Gemeinsam über Wünsche und Fantasien sprechen
  • Codewort vereinbaren
  • Zeit mitbringen

Mit diesem Wort wird dann ein Stopp signalisiert, eine Grenze wurde erreicht. Dabei sollte ein Begriff ausgewählt werden, der klar und eindeutig als Codewort ist. Wörter wie Nein oder Stopp eignen sich dazu nur bedingt, da sie beim Sex auch im anderen Kontext eingesetzt werden können.

Die Anleitung für Fesselspiele

Bondage ist der Oberbegriff, dahinter verbergen sich aber Knotentechniken und allerlei, was zuvor erlernt werden soll. Uns interessiert hingegen das lustvolle Fesselspiel, das die Partnerschaft knisternd beleben kann und in dem Erotik und die pure Lust im Vordergrund stehen, abseits der Bondage Anleitungen, die es zu Hauf in Büchern und Ratgebern gibt.

Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, womit die Fesselung erfolgen soll. Hier ist besonders darauf zu achten, dass sich die Fesseln nicht in die Haut einschnüren und der gefesselte genügend Bewegungsraum hat. Beim lustvollen Bondage geht es nicht darum, den Partner wirklich so zu fesseln, das er sich nicht befreien kann, sondern es geht vielmehr um die Andeutung. Also das Spiel als solches.

Womit fesseln?

Doch womit kann ich ihn oder sie fesseln? Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Ganz klassisch ist dabei natürlich das Bondage Seil. Meistens besteht es aus Baumwolle und kann diskret im Erotikversand bestellt werden. Hier sind zwei Dinge zu beachten. Zu einem wie die Fesselung erfolgen soll. Je nach Fesselart werden mehrere Seile benötigt. Zum anderen sollte bei der Verwendung eines Seils auch die Knotentechnik beherrscht werden. Bondage Seile gibt es schon ab 5 Euro im Erotikshop zu kaufen.

Video Anleitung Standardknoten Bondage

Das kurze Video soll eine kurze Einführung in die Knotentechnik beim Bondage sein. Wer sich einmal kurz informieren möchte, findet damit eine erste spannende Einsicht.

Wurde Feuer gefangen, gibt es noch unzählige Videos zu diesem Thema und zahlreiche Fachbücher, die im speziellen in die Knotentechnik für Fesselspiele einleiten.

Alternativen zum Bondage Seil

Wer nicht gleich mit der Knotentechnik starten möchte, findet auch einfachere Alternativen, die ebenso viel Spaß bei den Fesselspielen bereiten können.

So kann z.B. verwendet werden:

  • Handschellen (oft um die Schellen gefüttert)
  • SM-Nylonschlaufen
  • Gurtverbindungen
  • Krawatten
  • Seidenschals

Für lustvolle Fesselspiele sind besonders die Plüsch-Handschellen beliebt. Um die Zellen herum sind sie mit Plüsch oder Leder gepolstert, damit die Fesselung als angenehm empfunden wird. Soll die gefesselte Person nun mit Armen und Beinen (Spread Eagle Fesselspiel) an die 4-Bettfosten befestigt werden, gibt es dazu auch Nylonschlaufen (SM-Spielzeug), die um die Arm- und Beingelenke gelegt werden und mit einer Hakenverbindung dann mit den längeren Gurten verbunden werden. Die Gurte können dann um die Bettpfosten gewickelt werden. Dadurch muss nicht erst die Knotentechnik erlernt werden.

Bitte verwendet keine Nylonstrumpfhosen. Zwar sind diese in den Filmen immer wieder zu sehen, hier besteht aber die Gefahr beim Zuschnüren. Lustratgeber empfiehlt daher besser Seidenschals oder die Nylonschlaufen, die günstig im Erotikshop erhältlich sind.

Fesselspiele und die Vorbereitung

Das Fesselspiel kann unglaublich erotisch und lustvoll sein. Eine gewisse Vorbereitung ist erforderlich, dazu gehört auch, dass die gemeinsame Stimmung beider passt. Stress und Sorgen sollten nicht vorhanden sein. Ein warmes Bad oder eine erotische Massage kann der ideale Einstieg in das Fesselspiel sein.

Besonders reizvoll ist dabei, das Spiel mit der Zeit. Zeit ist ein ganz wichtiger Fokus. Fesselspiele sind keine Sachen für Minuten, sondern können sich bei Lust und Laune auch über Stunden ziehen. Ist der devote Partner erst einmal gefesselt, kann der dominante Partner nun mit der Zeit spielen. Eine Augenbinde ist zudem besonders reizvoll.

Lasst ihn einfach ein paar Minuten liegen, ohne dass er/sie berührt wird. Verlasst aber nicht den Raum. Der wehrlose Partner sollte bei den lustvollen Fesselspielen nicht alleine gelassen werden. Nach und nach kann es dann mit sanften Streicheleinheiten oder Liebkosungen beginnen, die immer wieder unterbrochen werden. Das steigert vor allem die Geilheit beim devoten Partner.

Fesselspiele und die Stellungen

Für die ersten Gehversuche gibt es einige Stellungen beim Bondage, die besonders reizvoll sind und zugleich bequem. Der Spread Eagle eignet sich besonders für den Einstieg. Der Klassiker beim Bondage. Bei diesem Fesselspiel legt sich der devote Partner mit ausgebreiteten Beinen und Armen auf das Bett (X Form). Beine und Arme werden dann an die 4 Bettpfosten gefesselt. Die Verletzungsgefahr ist gering und das leichte Fesseln dauert nur kurze Zeit. Zusätzlich kann eine Gesichtsmaske für einen reizvollen Zusatzeffekt sorgen. Der Spread Eagle ist besonders bequem, das lustvolle Fesselspiel kann so über eine längere Zeit erfolgen. Aber auch andere Bondage Stellungen machen Spaß und sind für Einsteiger ideal, um gemeinsam Lust auf neue Art und Weise zu empfinden.

Dazu gehört zum Beispiel der Butterfly. Die Butterfly Technik eignet sich vor allem dann, wenn weniger Zeit vorhanden ist. Hierbei legt sich der devote Partner einfach auf den Rücken. Die Beine werden dann angewinkelt. Nun wird das rechte Handgelenk an das rechte Fußgelenk gefesselt (Bondageseil, SM-Schlaufen, Krawatte, Handschellen). Das Gleiche passiert mit dem linken Handgelenk, das an das linke Fußgelenk gefesselt wird.

Hogtie und Frogtie ebenfalls beliebt

Auch diese beiden Bondage Formen sind für Anfänger empfehlenswert und gehören ebenfalls zu den Klassikern bei den Fesselspielen.

Hogtie
Hierbei wird der devote Partner mit dem Bauch auf das Bett gelegt. Danach werden die Fußgelenke zusammengeknotet oder mit Handschellen gefesselt. Die Arme werden nach hinten gezogen und hinter dem Rücken verbunden (Handflächen dabei nach innen). Nun werden die Fußgelenke mit den Handgelenken verbunden. Das kann mit einem Bondageseil oder mit den Verbindungsgurten für Handschellen bzw. SM-Schlaufen erfolgen.

Frogtie
Der Frogtie erfordert ein wenig Übung, ist aber dennoch recht einfach umzusetzen. Die Beine werden bei diesem Fesselspiel mit den Fußgelenken an den Oberbeinen gefesselt. Der devote Partner befindet sich dann in einer Froschposition. Die Handgelenke können bei der Fesselung unterschiedlich platziert werden. Zum Beispiel hinter dem Kopf, dem Rücken oder an der Seite. Ebenfalls ein sehr lustvolles Fesselspiel für Beide.

Das Spiel aufpeppen

Feste Regeln gibt es natürlich bei den Fesselspielen nicht. Generell sollte der gefesselte Partner aber hingehalten werden, damit seine Lust ins unermessliche ansteigt. Dafür sind Liebkosungen, Streicheleinheiten ein toller Heißmacher. Aber auch Sexspielzeug kann hier verwendet werden. Ein Vibrator ist eine tolle Kombination zu einem Fesselspiel. Der eigentliche Akt sollte dabei möglichst lange herausgezögert werden.

Arten von Bondage

In unserem kleinen Ratgeber haben wir uns vor allem auf das lustvolle Fesselspiel bezogen, also weniger auf das klassische Bondage. Der Liebhaber unterscheidet dabei gleich mehrere Arten.

So zum Beispiel das Zweckbondage. Hierbei geht es darum, die Bewegungsunfähigkeit einer Person herzustellen. Oftmals wird diese Art auch gerne als das Gebrauchsbondage bezeichnet. Die Kenntnis der Knotentechnik sollte dabei beherrscht werden.

  • Zweckbondage
  • Folterbondage
  • Zierbondage

Neben dem Zweckbondage, ist vor allem das Folterbondage sehr beliebt und bekannt. Hier geht es aber weniger um lustvolles Empfinden oder Sex. Im Vordergrund beim Folterbondage steht vor allem die Züchtigung oder eben die Bestrafung.

Zusätzlich gibt es noch das Zierbondage. Hierbei geht es vor allem um Optik. Bekannt wurde es vor allem aus Japan, wo Begriffe wie Shibari oder Kinbaku vor allem den ästhetischen Bereich beim Bondage wiederspiegeln. In erster Linie soll das Fesseln also den optischen Gedanken ansprechen und so kunstvoll in Szene gesetzt werden. Hierfür braucht es jedoch viel Zeit und die Beherrschung der unterschiedlichen Knotentechnik bei den Fesselspielen.

Top oder Bottom

Bei einem Fesselspiel geht es nicht nur um Lust und Empfinden, sondern auch um Dominanz oder devotes Verhalten. Dafür gibt es Fachbegriffe. Der Top ist derjenige, der Dominant ist und den anderen fesselt. Bei dem Top kann es sich sowohl um eine Frau oder um einen Mann handeln.

Der devote Partner, also der gefesselte, wird dann entweder als Bottom oder Sub bezeichnet. Das gemeinsame Spiel findet in einer Session statt. Ein Ausdruck für die Spieldauer, für eine Sitzung.

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